Für Erlebnis-Hungrige

Richtfest „Haus am See“

Bei wechselhaftem Wetter und einem kurzen und heftigen Regenguss wurde gestern das Richtfest des „Haus am See“ gefeiert. Dies konnte die Stimmung allerdings nicht trüben. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller begrüßte die Gäste in jetzt schon heimliger Atmosphäre im zukünftigen Gastronomieraum des Haus am See. Die Zimmermänner der Firma Holzbau Kindle aus Lahr sprachen den Richtspruch und gaben viele gute Wünsche mit auf den Weg. Auf dem zukünftigen Seeparkgelände entstehen mit dem Haus am See ein archetektonischer Hingucker, der die zentrale Anlaufstelle am neuangelegten See werden wird.

Bauzeitenfenster : März 2017 bis Februar 2018
Größe: 545  m² Bruttogrundfläche
Entwurf: Technisches Gebäudemanagement der Stadt Lahr
Ausführungsplanung und Bauleitung: IPP² Hangs GmbH, Lahr
Tragwerksplanerleistungen: Göppert Bauingenieure Lahr
Haustechnikplanung: Fritz Planung GmbH, Bad Urach
Kosten (laut Vorentwurfsplanung): 2,02 Mio Euro.
Stand Bauarbeiten: Die Holzbau,- Metallbau-, Dachabdichtungs- Fassadenarbeiten sowie die Haustechnikgewerke wurden ausgeschrieben und vergeben.
Nutzung: Das Haus am See und der See selbst werden als Mittelpunkt des Areals Stegmatten ein besonderer Anziehungspunkt werden. Herzstück ist die Seeterasse, die das Element Wasser unmittelbar erlebbar macht. Ein Hain aus Kiefern spendet im Sommer Schatten. Im Haus am See wird sowohl während der Gartenschau als auch danach eine ganzjährige Gastronomie untergebracht.

Dem Haus am See wird aufgrund seiner prominenten Lage auf der Seeterrasse eine ansprechende Architektur zugeschrieben. Der polygonale Grundriss des Gebäudes ergibt sich aus den verschiedenen Wegebeziehungen im Seepark. Somit passt sich das Gebäude den Strukturen des Seeparks an und wird durch die gewählte Anordnung von der Terrassenfläche umspült. Mit jeder Perspektive verändert sich die Ansicht und spürbare Rückfassaden werden vermieden.

Der Übergang von Wand- in Dachflächen dient der gewollt skulpturalen Wirkung. Cortenstahl als einheitliches Dach-/Fassadenmaterial wird diesen Effekt zudem unterstützen. Das Dach wirkt so als fünfte Fassade, was gerade im Hinblick auf die möglichen Dachaufsichten von z. B. der Brücke oder der Bundesstraße B3 aus wesentlich ist.

Mit Ausnahme des Seetechnikraums, der komplett in Stahlbeton hergestellt wird, wird das Haus am See in Holzbauweise errichtet.

Das energetische Konzept für das Gebäude mit einem Schwerpunkt auf regenerative Erzeugung wurde gemeinsam mit dem Elektrizitätswerk Mittelbaden und der Hochschule Offenburg erarbeitet. Nachdem man mehrere Varianten diskutiert hatte, wurden schließlich zwei Möglichkeiten der Wärme- und Kälteerzeugung für das Haus am See untersucht: Eine eher konventionelle Luft/Wasser-Wärmepumpe und ein innovatives Eisspeichersystem.

Das E-Werk Mittelbaden, das gemeinsam mit der Hochschule Offenburg das Eisspeichersystem initiierte, hat sich dazu bereit erklärt, als Sponsoringbeitrag die Mehrkosten des Eisspeichersystems gegenüber einer Luft/Wasser-Wärmepumpe zu übernehmen.

Impressionen vom Richtfest "Haus am See"

Mit vielen guten Wünsche der Zimmermänner der Firma Holzbau Kindle aus Lahr wurde gestern das Richtfest des "Haus am See" gefeiert.