Für Spiel-Freudige

Filmnächte am See

Während beim legendären Filmfestival in Cannes die Filme von morgen anlaufen, kommen auch hier in Lahr Kino-Freunde vom 16. bis 19. Mai auf ihre Kosten. Eine tolle Open-Air Kulisse im Herzen des neuen Seepark-Geländes und ausgewählte Filme sorgen nach dem Start im April für eine cineastische Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Seeleben 2019“.

Im Anschluss an einen prallgefüllten Landesgartenschau-Sommer wird so auch 2019 das ehemalige Landesgartenschau immer wieder zum Treffpunkt für die Lahrer,  zum „Freiraum“ für bereichernde Begegnungen, musikalische Entdeckungen, ungebremste Spielfreude und kulturelles Leben.

Am 18. Und 19.Mai ist auch tagsüber bereits einiges im Seepark geboten. Die Mediathek stellte interessante Bücher im Rahmen der Reihe „Bücher im Grünen“ vor  und die Brass-Band der Musikschule begleitet die Besucher durch das Wochenende.

Auf diese Filmhighlights dürfen sich Kinofreunde freuen:

16. Mai: 25 km/h

Die Brüder Christian (Lars Eidinger) und Georg (Bjarne Mädel) haben sich seit 30 Jahren nicht gesehen und treffen sich ausgerechnet auf der Beerdigung ihres Vaters wieder. Zunächst herrscht zwischen den beiden ungleichen Geschwistern noch Funkstille, Tischler Georg hat den gemeinsamen Vater bis zu dessen Tod gepflegt, Manager Christian war hingegen seit Jahren nicht mehr in der Heimat. Doch auf dem Leichenschmaus kommt dann Alkohol ins Spiel und so beschließen die beiden Ü-40er kurzerhand, die Mofa-Tour quer durch Deutschland nachzuholen, die sie eigentlich schon als Jugendliche unternehmen wollten. Vom Schwarzwald bis nach Rügen soll die Reise gehen und dabei nie schneller als 25 km/h – dafür haben die entfremdeten Brüder auf diese Art umso mehr Gelegenheit für jede Menge Abenteuer und umso mehr Zeit, sich wieder näherzukommen.

17. Mai: Der Junge muss an die frische Luft

Der Ruhrpott im Jahr 1972: Der neunjährige Hans-Peter (Julius Weckauf) ist ein wenig pummelig, lässt sich davon aber nicht bedrücken. Stattdessen feilt er fleißig an seiner großen Begabung, andere zum Lachen zu bringen, was bei seiner ebenso gut gelaunten wie feierwütigen Verwandtschaft natürlich gerne gesehen wird. Doch dann wird seine Mutter Margret (Luise Heyer) operiert und wird danach immer depressiver, was Hans-Peter aber nur noch umso mehr antreibt, seine komödiantisches Talent auszubauen…

Basierend auf Hape Kerkelings gleichnamigem autobiographischem Bestseller.

18. Mai: Bohemian Rhapsody

Im Jahr 1970 gründen Freddie Mercury (Rami Malek) und seine Bandmitglieder Brian May (Gwilym Lee), Roger Taylor (Ben Hardy) und John Deacon (Joseph Mazello) die Band Queen. Schnell feiern die vier Männer erste Erfolge und produzieren bald Hit um Hit, doch hinter der Fassade der Band sieht es weit weniger gut aus: Freddie Mercury, der mit bürgerlichem Namen Farrokh Bulsara heißt und aus dem heutigen Tansania stammt, kämpft mit seiner inneren Zerrissenheit und versucht, sich mit seiner Homosexualität zu arrangieren. Schließlich verlässt Mercury Queen um eine Solokarriere zu starten, doch muss schon bald erkennen, dass er ohne seine Mitstreiter aufgeschmissen ist. Obwohl er mittlerweile an AIDS erkrankt ist, gelingt es ihm, seine Bandmitglieder noch einmal zusammenzutrommeln und beim Live Aid einen der legendärsten Auftritte der Musikgeschichte hinzulegen…

 

19. Mai:Monsieur Claude 2      

Monsieur Claude Verneuil und seine Frau Marie mussten bisher schon so einiges ertragen. Sie haben Beschneidungsrituale erlebt, halales Hühnchen und koscheres Dim Sum gegessen und die Koffis von der Elfenbeinküste kennengelernt. Doch nachdem ihre vier Töchter ausgesprochen multikulturell geheiratet haben, ist das Ehepaar nicht mehr so leicht zu schockieren. Monsieur Claude hat sich sogar aufgemacht, alle vier Heimatländer seiner Schwiegersöhne zu besuchen. Doch nirgendwo ist es schöner als in der heimischen französischen Provinz. Doch als die Töchter ihren Eltern mitteilen, dass sie das konservative Frankreich verlassen und mit ihren Familien im Ausland sesshaft werden wollen, ist es mit der beschaulichen Gemütlichkeit schnell vorbei. Claude und Marie sind nicht bereit, ihre Töchter einfach so gehen zu lassen und so setzen die beiden alle Hebel in Bewegung, um ihre Kinder und deren Familien bei sich behalten zu können. Dabei schrecken sie auch vor skurrilen Methoden nicht zurück.

 

 

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